aktuell, 03.04.2025
Dürre und die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft.
Die Trockenheit sowie besonders niedrige Flusspegel haben starke Auswirkungen auf unsere Wirtschaft – hinzu kommt nun auch noch der Zoll-Hammer aus den USA.
Direkte Auswirkungen der Trockenheit zeigen sich aktuell bereits in der Landwirtschaft, auch wenn diese in der Zwischenzeit nur einen sehr kleinen Anteil am BSP einnimmt. Bei einzelnen Produkten des Agrarmarktes, etwa Weizen, Kartoffeln und Zuckerrüben, sind Preisausschläge aber denkbar.
Schwerer ins Gewicht fallen dürfte der ausfallende Transport über den Rhein - das Niedrigwasser dürfte hier für kräftige Preisanstiege sorgen: Ein Ausfall von bis zu 30 % der Transportkapazitäten über den Rhein sind für den Monat April wahrscheinlich. Aus dem Dürrejahr 2018 sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft gut bekannt.
In Kombination mit den hohen durch die USA auferlegten Zölle ist im Sommer/Herbst mit einer sehr schwachen wirtschaftlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu rechnen.
Das Konjunkturpaket (besser Rüstungspaket) der kommenden Bundesregierung soll Deutschland eine Perspektive ermöglichen und einen Sprung aus der Liquiditätsfalle (zumindest nach einer keynesianischen Analyse) bieten. Seine Wirkung entfaltet dieses Paket zwar erst später; ohne das Paket wäre aber vermutlich ein deutlicher Rückgang beim BSP zu erwarten - und das nach vielen "Nuller-Jahren".
Auf den Punkt: Das Geschäftsmodell ändert sich, Deutschland und Europa leben in schwierigen Zeiten. Hinzu kommt ein bislang sehr schwieriges klimatisches Trockenjahr (zumindest in BeNeLux und Deutschland) mit sehr negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Die Fotos in diesem Artikel entstanden am 03.04.2025 am Rhein in Bonn bei Reuters-Dreharbeiten zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Dürre.
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