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Bodenversiegelung und Starkregen

aktuell, 22.01.2022

Wenig oder unversiegelte Böden - so verhalten sie sich bei extremen Starkregenereignissen im Vergleich zu stark verdichteten Flächen.

Nach Starkregenereignissen mit Überflutungen wird in häufigen Fällen allein die Schuld bei der Flächenversiegelung gesucht. Natürlich hindern (stark) versiegelte Flächen Niederschlagswasser daran, in den Boden einzusickern - bei extremen und anhaltenden Starkregenereignissen sinkt aber der Einfluss der Versiegelung auf die Versickerung im Boden.

In einer theoretischen Modellrechnung, die geomorphologische Faktoren unbeachtet lässt, haben wir zwei Szenarien nachgebildet, um die Abhängigkeit des Bodenversiegelungsgrads (10 und 90 Prozent) sowie der Niederschlagsdauer zur potentiellen Wasserhöhe zu berechnen. Als Grundlage sind wir von einer minütlichen Regenmenge von 1 l/m² ausgegangen. Die Bodensättigung lag vor Einsetzen des Niederschlags bei 50%.

Bei einem kürzeren Regenereignis von 15 Minuten zeigt sich deutlich, dass das Niederschlagswasser auf der stark verdichteten Fläche um ein vielfaches schlechter versickert als auf der gering verdichteten Fläche:

 

Hält das Starkregenereignis doppelt so lange an, schwindet nach einer gewissen Zeit der Vorteil des wenig verdichteten Bodens. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Ist der Boden übersättigt, staut sich das Wasser. Extremniederschläge und Überflutungen, wie sie etwa am 14. Juli 2021 auftraten (teils 200 l/m²), hätten jeden Boden, unabhängig vom Grad der Versiegeung, übersättigt.

 

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