Der Hitzesommer hinterlässt deutliche Spuren in den mitteleuropäischen Wäldern. Nach ersten besorgniserregenden Beobachtungen in der Eifel zeichnet sich nun bundesweit eine massive Welle von Borkenkäferschäden ab, die Ausmaße wie im Rekordjahr 2020 annehmen könnte.
In den Mittelgebirgen wie der Eifel sind die Folgen der sommerlichen Hitze und Trockenheit im Wald schon länger sichtbar. Mittlerweile bestätigen Rückmeldungen aus ganz Deutschland die Befürchtung: Den Fichtenbeständen steht ein extremer Käferbefall bevor.
Während derzeit in Mitteleuropa im Schnitt etwa zwei bis drei befallene Bäume pro Hektar verzeichnet werden, gibt es regional bereits massive Brennpunkte. In der Südeifel rund um Bitburg werden stellenweise schon zehn oder mehr befallene Fichten pro Hektar gezählt.
Das volle Ausmaß der Misere wird sich erst mit dem Beginn der kalten Jahreszeit offenbaren. Sobald der erste Frost einsetzt und die Nadeln verstärkt fallen, werden die Schäden im Wald deutlich sichtbarer.
Fachleute rechnen ab November und Dezember flächig mit mehr als 5 Schadäumen pro Hektar. Finanziell dürften die Schäden nach diesem Extremjahr erneut in die Milliarden gehen – eine Entwicklung unter dem Niveau von 2020 wäre aus heutiger Sicht eine Überraschung.
Das Typische Frassmuster unter der Rinde befallener Fichten – wie hier auf dem Bild an Käferholz aus Ostbelgien – zeigt anschaulich, wie die Schädlinge das Leitgewebe der Bäume zerstören und sie vollends absterben lassen.
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